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Was für ein Häuflein Schrott?!?

                                 

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Capri 1 Cabrio, einer von 47 je gebauten Deutsch Cabrios.

 

Besitzer: Franz Fumy, geb. 17.02.1969

 

Das Fahrzeug wurde von der Fa. Deutsch mit ehemaligem Sitz in Köln-Braunsfeld zu einem Cabriolet umgebaut. Bodengruppe und Aufbau wurden entsprechend verstärkt.

Baujahr: 1970

Tag der ersten Zulassung:  05.05.1971                                                                                    Aufbau-Nr.: 25 039

Im Jahre 1990: Durch einen riesigen Zufall erwarb ich dieses Häuflein Schrott in der Nähe von Pfaffenhoffen a. d. Ilm. Seit 1997 stecken nun über 2000 Arbeitsstunden in diesem Auto.

Fertiggestellt im Jahre 2003. Und jetzt folgen einige....

 

Technnische Daten

Motor:  V6 Zylinder / Vergaser, 2772 ccm mit 135 PS, Motorblock schwarz, Anbauteile verchromt, eloxiert oder lackiert (Ventildeckel, Lichtmaschine, Servobehälter, Halterungen, Riemenscheiben, Schläuche, Mr.Gasket Luftfilter, Benzinfilter etc.), Big Bore Fächerkrümmer, Auspuffmittelteile Eigenbau, Enddämpfer Serie mit aufgeschweißten DTM-Rohren 60mm

Motorraum:  Kabelbaum m. Sicherungskasten u. Relais komplett umverlegt, Bremsleitungen neu gebogen und verdeckt verbaut, Haubenhalterung mittels Dämpfer, Batterie in den Kofferraum verbannt, Zündspule neu postiert, Motorraum m. div. Blechen, Zinn u. Spachtel optisch verbessert und in Wagenfarbe lackiert, Chromringe an den Stützlagern Eigenbau, div. Teile verchromt, Blende am Wasserkühler Eigenbau aus echtem Kohlefaser-Mischgewebe (Carbon)

Getriebe:  5-Gang, schwarz lackiert, Schalthebel gekürzt, Aufhängung umgeschweißt

Fahrwerk:   vorne, Gewindefahrwerk v. Bilstein (Renneinstellung/Gasdruck), 24mm Stabilisator (verchromt), Schubstreben, Motorträger mit    

                             Servolenkung, Spurverbreiterungen

                   hinten,  Dämpfer v. Fichtel & Sachs (Renneinstellung/Öldruck), Einblattfedern (verchromt), Starrachse m. Stabilisator v. Capri 3

                              (Anbauteile verchromt), Übersetzung 3,44:1 (vom Capri 2.0), Spurverbreiterungen

Bremsen:  Serie, außer Bremskraftverstärker vom 2.8i Capri,  Bremssättel u. –trommeln blau lackiert

Räder/Reifen:  polierte Wolfrace Alufelgen 7x13 ET5 mit 205/50 VR 13 Bereifung

Interieur:  Armaturenblende und Mittelkonsole Eigenbau aus echtem Kohlefaser-Mischgewebe (Carbon), umgebautes Handschuhfach v. Capri 3, Zusatzinstrumente von VDO, Zwölffach-Wechsler incl. Tuner u. Kassettendeck v. JVC, Lautsprecher: 2-Wege System von Boston vorne im Fußraum untergebracht und ein 2-Wege System von Face Linear in den hinteren Seitenverkleidungen (Eigenbau aus Kunststoff), vordere Fußraumabdeckungen u. innere Einstiegsabdeckungen Eigenbau aus Kunststoff, äußere Einstiegsabdeckungen Eigenbau aus VA-Blech poliert, grauer Teppich u. verlängerte Mittelkonsole vom Capri 3, Sitzkonsolen abgeändert, Sicherheitsgurte hinten vom Capri 3;    Recaro Sitze, Rücksitzbank, Tür- u. Seitenverkleidungen, Armaturenbrett, Handschuhfach etc. m. echtem Leder (schlammfarben) bezogen, Persenning in Leder, Sportlenkrad 320mm, Verdeckgestänge sandgestrahlt, gerichtet u. schwarz lackiert, Verdeck schwarz (Sonnenland), Heckscheibe grün getönt, Frontscheibe getönt m. Blaukeil

Karosserie:  Schweißarbeiten ohne Ende, Kotflügel bearbeitet (gezogen), Heckpartie kompl. aufgezinnt, Front teilweise, Motorhaube, Scheinwerfer, Kühlergrill, Blinker u. Rückleuchten groß vom Capri RS, keine Stoßstangen!

Lackierung:  Flip-Flop, Chrom Effektlack blau / grün

 

 

Die Story über dieses Deutsch Cabrio

Als ich 14 Jahre alt war, habe ich mein erstes Deutsch Cabrio auf einem Capri-Treffen gesehen. Ich war so fasziniert davon, daß mich der Gedanke, einmal einen Deutsch Capri zu besitzen, nicht mehr los lies.

Doch irgendwann im Sommer 1990 war Andrea, eine Freundin von mir, mit einer Arbeitskollegin ins Gespräch vertieft und erzählte, daß ich einen Capri fahre. Diese wiederum erklärte ihr, daß sie jemanden kennt, der ein Capri Cabrio in einer Scheune stehen hat. Noch am selben Abend rief mich Andrea an und berichtete. Ich konnte es eigentlich überhaupt nicht glauben, doch .... .

Am folgenden Wochenende fuhr ich mit meinem Kumpel Gewara, Andreas Mann, in ein kleines Nest bei Pfaffenhofen a. d. Ilm. Was ich dort erblickte, war wohl eher der traurige Rest eines Deutsch Cabrios. Unglaublich, aber dieses "Fahrzeug" wurde am 03. Oktober 1985 abgemeldet.

Der Besitzer wußte um die Seltenheit dieses Capris, und nach langem hin und her einigten wir uns. Schon einige Tage darauf holten wir dieses Häuflein Schrott;

keine Sitze, keine Türen, keine Kotflügel, keine Motorhaube, kein Vorderbau, …. .

In einer angemieteten Halle, in der Nähe von Greding, zerlegte ich den Rest vom Auto in ein paar Stunden. Die bereits eingeschweißten Bleche entfernte ich wieder. Daraufhin ging`s zum Sandstrahlen und danach weiter zum Schweißen. Da ich auf diesem Gebiet absolut unbegabt bin, überließ ich dies einer Ford-Werkstatt.

Was für eine Pleite !! Als ich die Karosse wieder abholte, glich sie stellenweise einem „ Fleckerlteppich " aus Blech. Nach dieser herben Enttäuschung wurde das Kapitel Capri Cabrio für einige Jahre geschlossen.

Doch im August 1996: Ankunft der Rohkarosse in Hersbruck. Dort stellte mir mein Schwiegervater Richard Bürner eine Blechgarage und zusätzliches Werkzeug zur Verfügung. Außerdem unterstützte er mich in Rat und Tat.

In dieser Garage konnte man zwar nur bei warmen Wetter arbeiten, doch Hauptsache es ging überhaupt wieder etwas vorwärts. Und wie es vorwärts ging.

Im Jahre 1997 und 1998 nahm mein absoluter Super-Kumpel Marco Carrera insgesamt 3 mal 2 Wochen Urlaub, um mit mir die Karosse schweißtechnisch auf Vordermann zu bringen. Das ist wahre Freundschaft !!

Marco hat während dieser Zeit auch bei uns gepennt und wurde von meiner Frau Heike auch bestens verpflegt !

Die Karosserie wurde von uns teilweise auch verbessert. Zum Beispiel war es nicht möglich den Gebläsekasten incl. Heizungskühler, ohne ansetzen einer Trennscheibe, auszutauschen. Eine Versteifung befand sich unmittelbar dahinter. Nach einer schlaflosen Nacht fand ich eine Lösung, die Marco und ich gleich in die Tat umsetzten.

Außerdem war es wirklich ein riesiges Problem das Handschuhfach vom Capri 3 so umzubauen, daß es auch noch funktionsfähig blieb. Diese Aktion kostete mir wirklich viel Zeit und Nerven. Überall Verstrebungen im Weg. Für den Vorderbau des Wagens hat Marco alle Einschweißbleche selbst angefertigt !! Lampenkästen, Federbeinaufnahmen, Querstrebe, Ecken am Windleitblech……..

Das Aufzinnen und Bearbeiten der Radhäuser übernahm Robert, von dem ich ziemlich enttäuscht bin. Er hat mich zeitlich sehr hängen lassen und auch die hinteren Radläufe zu wenig gezogen. Aber dazu später.

Für das Kapitel "Spachtel-, Schleif- und Lackierarbeiten" im Jahre 2001 stellte mir Capri-Kumpel Eddi Blüml seine Schraubergarage zur Verfügung. Spachteln, schleifen…spachteln, schleifen;  Stunden über Stunden, nach der Arbeit bis in die Nacht, am Wochenende und im Urlaub!

Zum Glück hat mich bei diesen Arbeiten mein Bruder Albi tatkräftig unterstützt!!

Ich war heilfroh, als diese Spachtel- u. Schleiferei nach Monaten endlich abgehakt war und ich dabei nicht komplett durchdrehte!!

Und es ging weiter. Thomas Oertel, der inzwischen auch mein Kumpel ist, sorgte für den perfekten Endschliff, bevor das Cabrio auch von ihm im März 2002 beim Mercedes Händler lackiert wurde.

In der Zwischenzeit wurde ich Besitzer einer Doppelgarage.

Und nun konnte ich so richtig „losackern", zumal ich im März 2002 auch noch Vater meiner süßen Michelle wurde. Da ich später auch Zeit für mein Kind haben möchte, war nun Vollgasarbeit angesagt:   Bremsleitungen, Spritleitungen, Kabelbaum, Beleuchtung, Motor, Getriebe, Mittelkonsole, Armaturenblende, Seitenverkleidungen, Sitze, Fenster, Verdeckgestänge, Kofferraum, Auspuff usw.

Doch um alle Arbeiten aufzuführen, fehlt mir sowohl der Platz, als auch die Zeit.

Nun zeigte sich, ob ich meine Ideen auch gut umsetzen konnte. Da ich sehr viel Wert auf die Optik legte, waren diese Arbeiten natürlich auch sehr zeit- und nervenaufreibend! Während dieser langen Phase machte mir meine Frau schon den Vorschlag, meine Garage mit einem Bett auszustatten!!!

Aber nun wieder zurück zur Geschichte.

Rostige oder lackierte Blechteile hat mir mein 3-Liter Capri-Freund Roland Sörgel in der Arbeit an der Glasperlen-Strahlanlage auf Vordermann gebracht. Außerdem hat er auch einige Kleinteile für mich lackiert.

Und ohne meinen Kumpel, Lorenz Gebhard, wäre das mit den Carbon-Teilen wohl nichts geworden! Hierfür ist er Profi, da er zuvor auf diesem Gebiet auch schon für den Rennsport tätig war.

Die Sch…Arbeit blieb jedoch wieder an mir hängen; Teile zurecht sägen, schleifen und anpassen!!

Im Januar 2003 ging`s dann ab in die Autosattlerei nach Nürnberg. Bei der farblichen Auswahl der Kuhhäute hat mich Sattler-Meister Manfred Lobig wirklich super beraten. Das Ergebnis kann sich ja wohl sehen lassen. Auch das Verdeck sitzt nun gut, nachdem es Manfred eine Menge Nerven gekostet hat.

Im April 2003 konnte ich dann die letzten Arbeiten noch erledigen, um für die erste längere Fahrt am 1. Mai startklar zu sein. Doch der besagte Tag brachte kein Glück. Schon nach wenigen Kilometern musste ich die Heimreise antreten, da die Reifen ( 205/50 VR13 auf  7,5x13 RS-Felgen ) an den hinteren Radhäusern striffen. Sogar der teuere Lack bekam durch die Reibung Blasen!!

Und somit begann ein neues Kapitel……. Die Lösung kann man jetzt bestaunen.

 

Capri 3 Turbo      Besitzer: Franz Fumy, geb. 17.02.1969

Baujahr: 1978

Tag der ersten Zulassung:  07.03.1979

Im Jahre 1987:  Im Frühling kaufte ich mir einen ganz gewöhnlichen Capri 2.3 Ghia aus erster Hand für 4.500,- DM. Der Wagen hatte ein riesiges Omnibuslenkrad, als Bereifung 185-er Trennscheiben auf 5,5 Zoll schmalen Alufelgen und Spritzlappen! Schon am ersten Tag wurde die Bereifung (dann 205/60 HR 13 auf 7x13 ATS-Felgen) und das Lenkrad (3 Speichen vom Capri S) gewechselt. Danach ging`s so weiter und so ford……….

Der Capri hat inzwischen auch schon 3 Unfälle hinter sich, davon einen Totalschaden!

Die Krönung des Ganzen war der Erwerb eines 2.8 Vergaser-Motors incl. Turbo May Anlage.

Ich konnte die Maschine samt Turbo-Teilen für 350,- DM erbeuten. Das alles nur, weil ein Capri Fahrer völlig entnervt aufgab, nachdem er seinen mit Turbo bestückten Capri drei mal in den Originalzustand (3.0 S) zurückschrauben musste. Der TÜV wollte ihm einfach keinen Segen geben.

Einfach `nen Turbo d´rauf und ab geht`s, war wohl Wunschdenken. Ab diesem Zeitpunkt begann für mich eine lange und harte Schrauber-Ära mit Höhen und Tiefen. Und so folgen jetzt einige…….

Technnische Daten

Motor:  2772 ccm V6 Vergaser-Turbo, über 200 PS, Turbolader KKK eines Lkw-Motors, Ladeluftkühler vom Audi, Luftführungsrohre aus Carbon, Zusatzwasserkühler, Ölkühler, große Wasserpumpe, Ladedruck vom Cockpit aus regelbar, Motorblock rot, Anbauteile verchromt, poliert oder lackiert (Ventildeckel, Lichtmaschine, Halterungen, Riemenscheiben, Schläuche, etc.), Chromringe an den Stützlagern Eigenbau, Motorraum in Wagenfarbe lackiert

Auspuff:  U-Rohr vom Turbo höher gesetzt, Auspuffmittelteile Eigenbau, Mitteldämpfer vom dreier Golf , 4 Rohre m. 70 mm Durchmesser unterm Tank nach hinten

Getriebe:  5-Gang, schwarz lackiert, Schalthebel gekürzt, Aufhängung umgeschweißt

Fahrwerk:   vorne, Gewindefahrwerk v. Bilstein (Renneinstellung/Gasdruck), 21mm Stabilisator, Schubstreben

                   hinten, Dämpfer v. Fichtel & Sachs (Renneinstellung/Öldruck), Mehrblattfedern, 1" Tieferlegungsklötze, Starrachse m.       

                              Stabilisator (Anbauteile verchromt),  Übersetzung 3,09:1 , Spurverbreiterungen 16mm

Bremsen:  Bremsscheiben innenbelüftet, Bremszangen, Bremskraftverstärker und Hauptbremszylinder vom Granada 2.8i; Trommelbremsen hinten vom Capri 2.8i

Räder/Reifen:  RS Alufelgen 7,5x13 ET-19 mit 205/50 VR 13 Bereifung, Stern schwarz pulverbeschichtet u. Felgenbett poliert

Interieur:  Ghia Ausstattung schwarz original , Mittelkonsole Eigenbau aus Glasfasergewebe, Zusatzinstrumente von VDO, Funkgerät, Kassettendeck, Endstufe, Lautsprecher: 2-Wege System, Sportlenkrad vom Escort, Frontscheibe getönt, Seiten- und Heckscheibe m. schwarzer Folie

Karosserie:  Schon einige Schweißarbeiten, Kotflügel bearbeitet (gezogen), Kühlergrill Capri 2, Motorraumentlüfter vom Sierra Cosworth, Haubenverschlüsse verchromt, 2. Außenspiegel elektr., Sonnendach, Heckflügel Capri Turbo

Lackierung: blau metallic (Farbe selbst gemischt)

 

 

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